Gibt uns der Wahlsieg des Front National Hoffnung?

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Der Front National unter Marine Le Pen verbucht die erste Runde der französischen Regionalwahlen klar für sich. Mehr als 30 Prozent der Wählerstimmen wurden dem FN nach Umfrageergebnissen vorhergesagt. Nun sieht es so aus als läge die Partei in manchen Regionen sogar bei über 40 Prozent. In der heruntergewirtschafteten Region Nord-Pas-de-Calais-Picardie wird sogar von bis zu 43 Prozent ausgegangen. Generell dürften sich die Prognosen aber insgesamt mit etwa 30 Prozent bewahrheiten und dem FN in vielen Regionen der erste Platz sicher sein. Ex-Staatschef Sarkozys Konservativ-Bürgerliche kommen nach den Hochrechnungen auf rund 27 Prozent, die Sozialisten unter Präsident Hollande liegen bei bescheidenen 22 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag mit etwa 43 Prozent im üblichen Rahmen.

Was ist nun von diesem Front National zu halten? Früher war der FN vor allem die Person Jean Marie Le Pen. Ein echter Rechter, der zwar bemüht war, die an ihn gesetzten Erwartungen ein französischer Nationalist zu sein auch zu befriedigen, der aber immer seine eigene Meinung bewahrt hat, und der auch wie kaum ein anderer den Mut hatte diese Meinung frei zu sagen. Solchen Männern kann man vertrauen und man folgt ihnen zumindest als französischer Patriot, und als Libertärer hat man zumindest einen Gegner den man achten kann. Eine Mehrheit in einer Mediendemokratie zu bekommen ist hingegen undenkbar für so einen Unpolitiker. Der FN unter Führung seiner Tochter ist da schon eine etwas andere Partei. Sie weiss auch mit den Medien umzugehen und hat gelernt was man offen sagen darf und wann man besser ausweichende Antworten gibt.

Marine Le Pen´s Front National ist heute nur deshalb interessant, weil sich Leute über sie ärgern denen man es gönnt das sie sich ärgern. Inhaltlich ist aus libertärer Sicht wenig Gutes zu erwarten. Wie bei der AfD in Deutschland ist die Antwort auf fast jede politische Frage: MEHR Staat, MEHR Polizei, MEHR Kontrolle, MEHR Verbote. Nein Danke, aber das ist so ziemlich das Gegenteil von Libertarismus.

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