Frontnachrichten: Russen zerstören Turkmenendorf mit Aerosolbomben

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Wie aktuelle Videos von Augenzeugen auf youtube zeigen haben die Russen im Norden Syriens jetzt Aerosolbomben eingesetzt. Sie zerstörten damit ein Dorf von Turkmenen an der türkischen Grenze in dessen Nähe vor wenigen Tage ihr Jagdbomber von den Türken abgeschossen wurde. Nach Vermutung der Augenzeugen handelt es sich um eine Rache der Russen die deutlich machen soll, daß Putin bereit ist auch solche international geächteten Waffen einzusetzen um jeden Widerstand zu brechen.

Eine Aerosolbombe besteht aus einem Behälter mit einer brennbaren, meist gesundheitsgefährdenden Substanz, z. B. Ethylenoxid, Propylenoxid oder Decan. Zur Zündung werden zwei Sprengladungen verwendet: Durch die erste Sprengung wird der Brennstoff fein in der Luft verteilt, das Aerosol entsteht. Danach, typischerweise ca. 150 Millisekunden später, wird die Aerosolwolke entzündet. Die nach der Zündung durch die folgende Verpuffung entstehende Druckwelle ist zwar wesentlich schwächer als die eines vergleichbaren Sprengstoffes wie TNT, allerdings erfolgt die Verpuffung fast gleichzeitig in einer Kugel mit 10 bis 40 m Durchmesser. Der Brennstoff kann in Höhlensysteme, Bunker o. ä. eindringen, was diese Waffen auch gegen befestigte Ziele wirkungsvoll macht, gegen die konventionelle Sprengkörper wegen der mangelnden Druckwirkung nur eingeschränkt effektiv sind. Außerdem hält die Druckwirkung wesentlich länger an als bei einem konventionellen Sprengstoff. Darüber hinaus haben Aerosolbomben eine wesentlich stärkere Hitzewirkung als konventionelle Sprengladungen. Das macht diese Bombe effektiver für die Tötung von Menschen und Zerstörung anderer Weichziele wie u. a. ungepanzerte Fahrzeuge.

Als Folge der Verpuffung tritt nachfolgend auf die Druckwelle die „Vakuumwirkung“ ein, die dieser Waffe ihren umgangssprachlichen Namen gab, wie dies bei herkömmlichen chemischen und nuklearen Sprengsätzen auch der Fall ist. Durch den verhältnismäßig großen Feuerball ist allerdings die Sogwirkung im Vergleich zu einer gleich starken konventionellen Sprengladung wesentlich stärker. Dabei handelt es sich nicht um ein Vakuum im eigentlichen Sinne, sondern um eine Phase des Unterdrucks. Die Explosion entzieht der Luft Sauerstoff, weil der Sprengsatz kein eigenes Oxidationsmittel enthält, sondern dafür den vorhandenen Luftsauerstoff verwendet. Pro verbrauchtem Mol Sauerstoff entstehen mehr als ein Mol Reaktionsgase.

Der Erstickungstod ist eine häufige Folge einer Aerosolbombe. Der Grund liegt nicht in einem Sauerstoffmangel, sondern an Verletzungen der Lunge, einem sogenannten Barotrauma. Die Phase des Unterdrucks bewirkt eine Expansion der Luft in der Lunge, was zu entsprechenden Schäden führen kann. Die Eigenheiten einer Aerosolbombe – lange, relativ flache Druckwelle mit entsprechend ausgeprägter Druckabfallflanke, sowie der Verbrauch von atmosphärischem Sauerstoff – begünstigen dabei diese Wirkung.

Ähnlich wirken die sogenannten Thermobaren Waffen auf deren Entwicklung sich Russland spezialisiert hat. 2007 wurde in Russland eine 7 t schwere thermobare Bombe namens „Vater aller Bomben“ getestet, deren Sprengkraft mit 44 t TNT-Äquivalent angegeben wurde und damit die stärkste konventionelle Bombe der Welt wäre. Sie überträfe damit sogar die Sprengkraft der kleinsten Atombomben (W54: ab ca. 20 t TNT-Äquivalent). Die bis dato stärkste konventionelle Bombe der USA, die MOAB (oft als „Mother of all bombs“ interpretiert), besitzt eine nominelle Sprengkraft von 11 t TNT-Äquivalent, wiegt aber 9,5 Tonnen und ist so lang wie ein Kleintransporter.

Diese Bomben wurden bereits im zweiten Weltkrieg von Deutschland erfunden, aber wurden weltweit geächtet. Gemäß dem Genfer Protokoll III über Brandwaffen von 1980 ist der Einsatz eines solchen Systems in der Nähe von ziviler Infrastruktur oder gar Zivilisten verboten. Nach dem Abschuß des russischen Jagdbombers scheinen aber alle Skrupel darüber in Vergessenheit zu geraten. Die Bilder sind von keiner bekannten Nachrichtenagentur bestätigt. Es handelt sich nur um Berichte deren Richtigkeit von uns nicht geprüft werden. Ob diese Nachrichten bestätigt werden bleibt abzuwarten. Nach den Aufnahmen handelt es sich nicht um den Abwurf einer einzelnen Bombe sondern um den Beschuss durch einen Raketenwerfer wie dem Waffensystem Solncepek

Hier ein Video eines Augenzeugen aus Syrien: https://www.youtube.com/watch?v=Fr2t_hwWExI

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