Ein freies Deutschland braucht keinen Zaun

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Kommentar von Torsten Paproth

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Nicht nur, weil ich als ehemaliger DDR-Bürger noch immer traumatisiert bin von dem Gefühl durch einen Staat eingesperrt gewesen zu sein; ich bin gegen eine Staatsgrenze, weil ich Patriot bin, weil ich libertär bin und weil ich beides auch radikal bin.

Die BRD ist nur einer von vielen Zwangsstaaten, der sich durch die Geschichte auf einem Teil des deutschen Territoriums breit macht, aber sie ist nicht Deutschland. Deutschland ist eine geografische Region die Hoffmann von Fallersleben einmal musisch als von der Maas bis an die Memel und von der Etsch bis an den Belt umrissen hat. Ein trefflicher Hinweis über den der heutige Staat BRD gerne hinwegsieht.

Deutschland ist aber auch eine Kultur mit mehr als tausend Jahren Geschichte, und durch diese lange Geschichte zieht sich immer wie ein roter Faden der Kampf der Deutschen um die Freiheit. Die Freiheit ist das höchste Gut in der deutschen Kultur und deshalb kann es auf die fundamentale Frage, wer zum deutschen Volk gehört, nur eine einzige Antwort geben: Wer sich selbst freiwillig dafür entscheidet!

Es ist also im radikalen Sinn unerheblich wo ein Mensch geboren ist, welche Gene ihn biologisch prägen oder welchen Gedanken er anhängt, ja selbst in welcher Sprache er denkt. Deutscher ist er dann wenn er sich vor seinem eigenen Gewissen freiwillig dazu bekennt. Wie und an wen einzelne Staaten ihre Mitgliedschaften vergeben ist dagegen ohne Bedeutung. Es ist keine Macht denkbar die einem freien Deutschen andere Maxime zu achten aufzwingt, ohne aus dem Freien ihren schwächlichen Sklaven zu machen.

Was soll jetzt ein Grenzzaun um mein Heimatland? Dieser Zaun wird von einem Staat gezogen, an dem ich nur unter Zwang Anteil nehme. Er soll Eigentum schützen und die Sicherheit der Bürger in der BRD. Nur dann frage ich: Welches Eigentum? Mein Eigentum schütze ich selbst und das schütze ich da wo ich es habe, nämlich an meiner Türschwelle und weder in Asien noch irgendwo unten an der Donau. Die Verkehrswege, die Natur, kurz das Eigentum der erzwungenen Solidargemeinschaft gehört tatsächlich nicht dem BRD-Staat sondern es gehört jedem Menschen auf der Welt gleich. Das libertäre Hausrecht versteht sich nicht für erzwungene Solidargemeinschaften über die Nutzung des Menschen an seiner Natur.  Es gibt ein Naturrecht sich wehren zu dürfen, aber dieses Recht wurde genau von denen genommen die mir dafür ein Phantasie-Recht auf Sicherheit versprechen. Ein Recht auf Sicherheit gibt es nicht, denn es wäre ein Widerspruch in sich selbst. Naturrechte können nie von einzelnen Menschen bedroht werden sondern nur durch Systeme wie dem Staat selbst.

Ich fühle mich nicht bedroht von Wanderern die durch Deutschland ziehen, auch nicht wenn es 100 Millionen werden. Ich wurde aber um meine Freiheitsrechte beraubt durch ein System vor dem mich keine Grenze schützen kann und dessen Mechanismen meine Mitmenschen immer tiefer hineinziehen in eine fatale Spirale von Selbstentmündigung und Selbstbetrug. Darüber müssen wir reden.

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